Ausstellung:

Nürnberg, Egidienkirche - Fr. 16. August 2019

Ausstellung: "50 Years Woodstock - The Exhibition", Bilder von Elliot Landy (bis 30.9.)

Die 1960er Jahre in den USA waren von politischen und gesellschaftlichen Konflikten geprägt. Unterschiedliche Ansichten zur Gleichstellung von Geschlechtern und Rassen sowie der außenpolitischen Rolle Amerikas in der Welt prägten öffentliche Debatten und lösten eine Spaltung in verschiedene Lager aus. Viele junge Amerikaner lehnten sich gegen traditionelle und veraltete Dogmen auf, um sich für Frieden und Gleichheit aller Menschen einzusetzen.
Das Bestreben nach Modernisierung wurde auch in der Rock Musik, durch Künstler wie Jimmy Hendrix oder Janis Joplin, wiedergespiegelt und legte den Grundstein für die "Flowerpower" Bewegung der Sechziger Jahre. Die Bewegung strebte Frieden und Liebe sowie eine von Zwängen und bürgerlichen Tabus befreite Lebensvorstellung an. Ein zentraler Punkt der die Gemeinschaft vereinte war zudem das Engagement gegen den Kriegseinsatz der USA im Vietnam. Ihren absoluten Höhepunkt fand die Bewegung 1969 im legendären Woodstock Festival, ein Begriff, der heute zum Inbegriff der Flowerpower- und Hippiebewegung geworden ist.
Was ursprünglich als ein kommerzielles, zweitägiges Festival mit 50000 Besuchern geplant war, entwickelte sich zu einem chaotischen aber friedlichen Dreitagesfestival mit einer historischen Besucherzahl von ca. 500000, dem größten Konzertpublikum der Geschichte. Genaue Besucherzahlen sind nicht bekannt, da die Absperrungen dem Ansturm junger Musikbegeisterter nicht stand hielten und etliche Besucher ohne Ticket das Festival besuchten.
Drei Tage lang gab es Konzerte von Künstlern wie Jimmy Hendrix, The Who, Janis Joplin oder Joe Cocker. Während des Festivals regnete es für Tage und das gesamte Gelände entwickelte sich zu einer Schlammschlacht. Da noch wesentlich mehr Menschen aus der gesamten USA nach Woodstock reisten, waren Zufahrtstraßen durch das resultierende Verkehrschaos nicht mehr befahrbar, was die Versorgung der Menschenmenge mit Lebensmitteln und Medizin problematisch machte. Auch gab es nicht genügend sanitäre Anlagen. Trotz, oder gerade wegen der chaotischen Umstände verlief das Festival in einer besonders harmonischen und gemeinschaftlichen Atmosphäre. Unter dem Einfluss psychedelischer Drogen feierten die Besucher ein Fest des Friedens und setzten mit ihrem hilfsbereiten Auftreten als politische Subkultur ein Zeichen gegen die Kriegspolitik der USA in Vietnam. Bis heute dient das Festival als Inspiration für ein friedfertiges Miteinander und den gewaltlosen, lebensbejahenden Protest.
Die besondere Stimmung dieser chaotischen Tage und die bunte Hippiekultur wurde vom Musikfotografen Elliot Landy festgehalten. Seine Bilder verdeutlichen die, beinahe spirituelle Atmosphäre und das Aufbegehren der Jugend gegen konventionelle Gesellschaftskonzepte und militärische Auseinandersetzungen. Ebenso zeigt Landy besondere Konzertmomente aus Sicht des Publikums und der Künstler und schafft damit einen Umfassenden Gesamteindruck des Woodstock Festivals und des Geistes der Jugendbewegung der 60ger Jahre, die im Spätsommer 1969 ihren Höhepunkt fand. Eine Auswahl der besonderen, großen und kleinen, Momente des Festivals kann im Zeitraum von 15.08.19 bis 30.09.19 in der Egidienkirche Nürnberg nachempfunden werden, wenn in der Ausstellung ?50 Years Woodstock ? The Exhibition? Elliot Landy?s Bilder vorgeführt werden. Eine Gelegenheit für Liebhaber der Musikepoche der 60ger, die Ära der Flowerpower noch einmal zu durchleben und für Interessierte, einen Umfassenden Eindruck des legendären Woodstock Festivals zu gewinnen.